Kapitel: Der Notfall – Die Adresse in Zürich
Inselspital Bern, morgens früh Kind 1 – Notfallstation. Es kann kaum atmen, Fieber 38,4 °C und erbrochen.
Der Notfall – der Moment, wo der ganze Kindesschutz versagt. Kind 1 ruft morgens früh an: Papa, ich kann kaum atmen.‘ Die Mutter hat sie krank allein gelassen und ist nach Zürich gefahren. Und dann die Anmeldung…“
Notfallaufnahme. Kind 1 kann kaum stehen, hustet. Mitarbeiterin an der Anmeldung tippt – und fragt plötzlich:
Mitarbeiterin (routiniert): „Ist die Adresse in Zürich noch richtig?“
Sie wird angestarrt.
Ich (fassungslos): „Zürich? Kind wohnt in Bern – ! Sie kann kaum atmen, und Sie fragen nach einer Adresse?“
Mitarbeiterin (weiter tippend): „Und wollen Sie einen Rollstuhl?“
Kind (mit letzter Kraft): „Papa…“
Vater : „Sie braucht Hilfe – jetzt! Ja gerne ein Rollstuhl!“
Die Mitarbeiterin schaut auf, realisiert endlich die Dringlichkeit. Alarm. Hilfe eilt herbei. Der Bericht später: Virale Infektion mit Dyspnoe – Atemnot.
„Der Notfall – Kind allein gelassen, die Mutter in Zürich. Und die erste Frage im Spital: ‚Ist die Adresse in Zürich noch richtig?‘ – selbst im Spital – alle denken an Adressen.“
– sie kann kaum stehen und atmen, und die Frage nach der Adresse: Formulare vor Menschen
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